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  •     2.05.17 02:09




 

Reise nach Arequipa

Die Reise nach Arequipa geschah ein wenig spontan. Zwei Tage vor Abflug wurden schnell noch die Tickets gebucht und die Wäsche gewaschen, dann ging es auch schon los.

Am Flughafen in Arequipa wurden Micheal und ich von Verwandten seines Arbeitskollegen abgeholt, was uns beiden ein wenig befremdlich war aber immer noch billiger als ein Taxi. Im Hostel angekommen haben wir erstmal gefrühstückt und darauf gewartet dass unsere Freunde, die bereits vorher angereist waren, sich aus ihren Betten erheben.
Als sie dann wach waren haben wir eine 2 Tages Wandertour im Colca Canyon gebucht. Gegen Mittag sind wir dann nach Arequipa rein und haben den Plaza de Armas mit der komplett weißen Kathedrale bewundert. Ausnahmsweise mal eine Kathedrale die Innen nicht wie vergoldet schien. Danach ging es dann auf den Markt, wo es allerlei komische Sachen zu sehen gab, von Früchten die man noch nie gesehen hatte, bis hin zu getrockneten Föten für schwarze Magie.

Nachmittags besichtigten wir dann zu dritt ein Kloster für verwöhnte Nonnen. Dieses Kloster ist im Vergleich zu anderen Klostern die ich gesehen habe reiner Luxus. Eine Küche nach der anderen, überall leuchtende Farben, mehrere Kreuzgänge und sogar Fruchtbäume in den Innenhöfen. Alles sehr hübsch aber nicht wirklich interessant und somit die 35 Soles Eintritt nicht wert.
Den Abend ließen wir dann auf der Dachterasse mit einem Bierchen ausklingen.

„Morgens“ in aller Herrgottsfrühe um 5 Uhr, wurden wir dann vom Taxi abgeholt. Wir fuhren über einen Pass der mehr als 5000m hoch war, wo es sogar noch Minusgrade hatte. Die Fahrt ging weiter bis um 10 Uhr wo wir dann am Aussichtspunkt waren um Kondore zu beobachten am Colca Canyon. Diese ließen sehr lange auf sich warten und wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Dann in den letzten 5min der angesagten Zeit kam einer der ein wenig angegeben hat und ständig vor den ganzen Touristen hin und her flog. Wirklich imposante Tiere.

Danach ging es dann runter zum Anfangspunkt der Wanderung in den Colca Canyon, wo ein Guide im Bus sich sein Longboard schnappte und dann vor dem Bus gefahren ist mit bis zu 70km/h(!!). Los ging die Wanderung in gefühlten 1000°C.

Erstmal ging es 3Std lang in der brütenden Hitze Bergab zum Fuße des Tals. Die Sonne zwang diejenigen von uns die keine Mütze dabei hatten, Boxershorts auf den Kopf zu setzen. Muss sehr lustig ausgesehen haben. Am Fuße des Tals angekommen, gab es eine kleine Oase wo wir Alpaca-Lomo Saltado zu Mittag aßen und erstmal im Schatten entspannten.

Als wir aufbrachen zum zweiten Teil der Wanderung, wurde uns gesagt, dass es überwiegend flach  sein würde. Das war absolut gelogen. Der zweite Teil der Wanderung war ein ständiges, steiles Auf und Ab sodass wir abends dementsprechend kaputt waren und nur noch zum Hostel wollten.

Das Hostel hat nicht enttäuscht. In einer Oase, in einem Tal mit Felswänden die mehr als 1000m steil nach oben gingen fanden wir das Hostel. Es gab zwar keinen Strom, dafür jedoch einen Pool der nach der Hitze und dem ganzen Staub absolut herrliche war.  Abends spielten wir dann mit unserem Guide „Schnauz“ was in Spanischer Sprache durchaus amüsant war.

 



Den nächsten Morgen ging es dann um 5 Uhr morgens wieder los. Drei Stunden lang steil bergauf. Dem ein oder anderen Magen bekam das nicht so gut. Oben angekommen wurden wir jedoch mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Ein wenig später dann auch mit einem lang ersehnten Frühstück.

Auf dem Weg zurück nach Arequipa hielten wir noch an einigen Aussichtspunkten (ich weiß ich wiederhole mich) mit überragenden Aussichten. Das Highlight waren jedoch die heißen Quellen. Direkt am Fluss gelegen gab es 4 verschiedene Becken befüllt mit Wasser aus den heißen Quellen. Von 25 grad bis 40 grad war alles dabei. Das beste Becken jedoch war ein Becken das quasi im Fluss gebaut war. Hier Floss aus der einen Richtung das Wasser aus den heißen Quellen hinein und aus der anderen das Flusswasser. Dadurch ergaben sich 2 Schichten mit Wasser, oben warm und unten kalt. Herrlich entspannend.

Abends ließen wir den Tag dann wieder entspannt ausklingen. Am nächsten Tag waren nur noch Micheal und ich in Arequipa da die anderen bereits mit dem Bus zurückgefahren waren. Wir wanderten wirklich komplett durch Arequipa und fanden echt viele schöne Flecken. Abends gab es dann nochmal Pflichtprogramm: Rocotto Relleno. Mit Aussicht auf einen Vulkan und über Arequipa gab es Paprika gefüllt mit einer Hackfleischmischung und einen Maracuyasaft.  Der perfekte Abschluss für das Wochenende in Arequipa.


 

16.1.16 21:13, kommentieren

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Peru mit Mama und Papa

Reise mit den Eltern

 

 

Erstens: Adventszeit mit 30° im Schatten ist schon nicht schlecht. Wenn man dabei noch zeitweise unter Wasser atmen kann, ist das noch schöner! Ich habe nämlich den Tauchschein angefangen und das Gefühl schwerelos im Wasser zu hängen ist herrlich. Das Essen in so einem Touristenort ist auch wirklich nicht schlecht. Für die üblichen 3,00€ für zwei Gänge kriegt man nicht nur das übliche Essen sondern auch etwas feinere Sachen wie zum Beispiel: Lachs Burger. Wenn man noch ein wenig mehr also so ca. 6€ bezahlt, kriegt man dann Feinheiten wie Lachsroulade mit Meeresfrüchte Sauce, Schrimpspieße mit Mangosauce oder auch Thunfisch Capaccio. Ich mag es hier.


Zweitens:  Der eigentliche Beitrag zum Blog zu der Reise mit meinen Eltern. Zuallererst ging wieder die übliche Lima Erkundung mit Plaza de Armas, Miraflores und Barranco los. Alles auch mit Restaurant Besuchen, um die Peruanische Küche zu präsentieren. Hier ist auch Papa über sich hinausgewachsen und hat sogar Ceviche mit Tintenfisch als Zutat gegessen. Besser sind aber doch die Tequenos vom Fastfood Laden angekommen (auch bei den Vegetariern). Mama und Papa sind dann nach 3 Tagen in Lima nach Arequipa und zum Colca Canyon gereist, wovon ich aber noch meine Erfahrungen darstellen werde. Am Wochenende bin ich dann nach Juliaca in der Nähe des Titicacasees gefahren (Ja, Jessie der heißt wirklich so) und dann weiter nach Puno, um Mama und Papa zu treffen. Puno ist eine hübsche kleine Stadt, von der man in ein anderes Land gucken kann(Bolivien). Die Aussichten sind wirklich sehr hübsch. Insgesamt braucht man für Puno nicht mehr also einen Tag inklusive Fahrt auf den Titicacasee, wenn man sich einen Tag lang komplett beschäftigen will.

Auf dem Titicacasee wurde ich leider sehr enttäuscht. Wie gesagt, wieder schöne Aussichten und schöner Gedanke am höchsten See der Welt zu liegen, aber die Bewohner der „Islas flotantes“(Schwimmende Inseln) haben mir den Ausflug ein wenig verdorben. Zu Beginn wird einem erstmal erklärt, wie die Inseln gebaut werden, wie sie nicht wegschwimmen und dazu dann noch verschiedene traditionelle Boottypen. Danach wird man dann eingeladen, sich die Hütten der Dorfbewohner anzusehen, was jedoch nur ein Vorwand ist, um in den Hütten den Touristen irgendwelche Sachen anzudrehen. Selbst wenn man nach deren Lebensweise fragt, kommen nur sehr knappe Antworten und direkt wollen sie wieder verkaufen. Der größte Witz jedoch ist das Angebot für 10 Soles mit einem „traditionellem Boot“ (Es wird mit einem Motor angetrieben) zu einer zweiten Insel zu fahren, die man sonst nicht besucht. Wenn man dies jedoch ablehnt, kommt man 10min später mit dem normalen Boot rüber zur zweiten Insel. Insgesamt hat mich das also ein wenig enttäuscht.

Am nächsten Morgen ging es dann auf eine 10stündige Zugfahrt von Puno nach Cusco. Der Zug ist den Zügen aus den 20er Jahren nachempfunden, also sehr pompös und luxuriös. Es gab Sessel statt Sitze, hervorragendes Essen, einen Bar Wagen und sogar einen Wagen der nach hinten offen war. Die Fahrt ging quer durch die Anden bis auf ca. 3900m Höhe. Die Aussichten waren den ganzen Weg über herrlich, also konnte man statt Langeweile haben einfach aus dem Fenster gucken. Die Zugfahrt war vor allem aufgrund dessen deutlich kurzweiliger als gedacht. Wir kamen in Cusco mit 2Std Verspätung an, da der Zug eine Kuh angefahren hatte, wodurch eine Frau umgerissen wurde, die eine Platzwunde erlitt. Deswegen mussten wir erst einmal auf die Ankunft der Polizei und des Krankenwagens warten, die erwartungsgemäß langsam war.

Das Hotel in Cusco war eins der schönsten Hotel Zimmer in dem ich je war, mit einem richtig schönen Balkon aus dem 16. Jahrhundert. Den nächsten Tag haben wir erstmal wieder dieselben Sachen angeguckt, wie ich bereits mit Rebekka angeschaut hatte. Nachmittags ging es dann mit einem Guide, der 9 Jahre lang in Deutschland gelebt hatte, auf Tour. Wir haben alle möglichen Inkastätten rundum Cusco und in Cusco selbst besucht. Überall war die Baukunst der Inkas faszinierend. Die Steine wurden so behauen, dass wirklich zu keiner Seite auch nur ein Millimeter Platz war. Besonders interessant waren komplexe Steine, die irgendwie um drei Ecken gingen oder ein Stein, der vielleicht 2cm im quadrat groß war, aber 50cm lang war, um eine Lücke auszufüllen. Zudem waren die Bauten der Inkas immer nach der Natur ausgerichtet und die Baustätten somit nicht wahllos, sondern basierend auf großen Steinen oder Einfallswinkeln der Sonne. Diese Genauigkeit vom Bau wurde nur noch dadurch überschattet, dass, bis die Spanier kamen, die Inkas sehr viel aus Gold herstellten; Massivgoldene Statuen, Opfer aus purem Gold bis hin zu der Mauer einer Kaserne, deren obere Schicht komplett vergoldet war. Wenn ich mich recht entsinne, entsprach diese Vergoldung einem Gewicht von 22t. Für die Inka war Gold kein Statussymbol, sondern eine nähere Verbindung zur Sonne. Die Spanier machten sich dies zu Nutze und versuchten die Inka mit dem gestohlenen Gold und Silber in die Kirche zu locken, da es ja immer noch dieselbe Verbindung darstellte. In der Kathedrale in Cusco ist der Versuch der Verbundenheit besonders offensichtlich, zum Beispiel mit dem letzten Abendmahl, allerdings mit einem Meerschweinchen auf dem Tisch.

Am darauffolgenden Tag ging es dann das komplette Valle Sagrado entlang. Das heilige Tal der Inkas. Der erste Halt war an einem Markt, wo man beobachten konnte, wie traditionell Brot gebacken wurde, traditionell Touristen ausgenommen werden und auch erklärt wurde wie man gefälschte Alpaca-Pullis von echten unterscheidet.
Danach ging es nach La May die „Hauptstadt“ des Cuy al Palo (Meerschweinchen vom Grill). Wir waren ein wenig zu früh da und die Meerschweinchen waren noch nicht durch, also mussten wir uns die Zeit vertreiben. Unser Guide sprach dann mit der alten Dame am Meerschweinchen Stand und fragte, ob wir uns mal anschauen könnten, wo die Cuys gezüchtet werden. Wir gingen dann mit einem alten Mann zu seinem zu Hause und in seinen Schuppen, wo er die Cuys hält. Entgegen den Erwartungen geht es ihnen echt gut. Sie haben eine große Grundfläche, wo sie rumlaufen können und werden mit frischem Gras und Kräutern gefüttert. Hier wurde uns dann auch klar, warum die Cuys Cuys heißen, denn sie quiekten die ganze Zeit und das hörte sich eben an wie „Cuy“.
Das am Morgen noch lebendige Cuy lag dann ein paar Minuten später bei mir und Papa auf dem Teller und schmeckte vorzüglich.

Weiter ging es dann nach Ollantaytambo, wo Mama und Papa eine Nacht verbrachten, bevor es für sie Richtung Machu Picchu ging. Wir schauten uns noch das Schokomuseo an und die Ruinen, die wieder einmal die unglaubliche Baukunst der Inkas hervorhob. Ollantaytambo war die letzte Festung der Inkas, welche die Spanier nie einnahmen. Deswegen ist uns auch heute noch Machu Picchu erhalten geblieben.

Für mich ging es dann wieder zurück nach Cusco. Auf dem Weg wurde mir dann sehr praktisch, in Form eines Strafzettels für den Fahrer, vorgeführt, dass es doch einen TÜV in Peru gibt.
Abends ging ich dann ein sehr leckeres Buffet essen und probierte zusätzlich das typische Chicha Bier (Mais Bier). Das hätte ich mal besser nicht gemacht. Nach einer schlaflosen Nacht  ging es dann für mich zurück nach Lima.

Ein paar Tage später traf ich mich dann wieder mit Mama und Papa in Lima und wir besuchten das Museo de Oro (Goldmuseum in Surco) mit einer riesigen Waffensammlung, Mumien, abgetrennte Schädel und natürlich Gold. Dadurch sahen Mama und Papa auch nochmal Surco, einen der grünsten Stadtteile Limas. Nachmittags ging es für sie dann auch schon zum Flughafen und zurück nach Deutschland. Ich kann sagen, dass Peru einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlassen hat.

 

1 Kommentar 16.1.16 21:11, kommentieren