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  •     2.05.17 02:09




 

Peru mit Mama und Papa

Reise mit den Eltern

 

 

Erstens: Adventszeit mit 30° im Schatten ist schon nicht schlecht. Wenn man dabei noch zeitweise unter Wasser atmen kann, ist das noch schöner! Ich habe nämlich den Tauchschein angefangen und das Gefühl schwerelos im Wasser zu hängen ist herrlich. Das Essen in so einem Touristenort ist auch wirklich nicht schlecht. Für die üblichen 3,00€ für zwei Gänge kriegt man nicht nur das übliche Essen sondern auch etwas feinere Sachen wie zum Beispiel: Lachs Burger. Wenn man noch ein wenig mehr also so ca. 6€ bezahlt, kriegt man dann Feinheiten wie Lachsroulade mit Meeresfrüchte Sauce, Schrimpspieße mit Mangosauce oder auch Thunfisch Capaccio. Ich mag es hier.


Zweitens:  Der eigentliche Beitrag zum Blog zu der Reise mit meinen Eltern. Zuallererst ging wieder die übliche Lima Erkundung mit Plaza de Armas, Miraflores und Barranco los. Alles auch mit Restaurant Besuchen, um die Peruanische Küche zu präsentieren. Hier ist auch Papa über sich hinausgewachsen und hat sogar Ceviche mit Tintenfisch als Zutat gegessen. Besser sind aber doch die Tequenos vom Fastfood Laden angekommen (auch bei den Vegetariern). Mama und Papa sind dann nach 3 Tagen in Lima nach Arequipa und zum Colca Canyon gereist, wovon ich aber noch meine Erfahrungen darstellen werde. Am Wochenende bin ich dann nach Juliaca in der Nähe des Titicacasees gefahren (Ja, Jessie der heißt wirklich so) und dann weiter nach Puno, um Mama und Papa zu treffen. Puno ist eine hübsche kleine Stadt, von der man in ein anderes Land gucken kann(Bolivien). Die Aussichten sind wirklich sehr hübsch. Insgesamt braucht man für Puno nicht mehr also einen Tag inklusive Fahrt auf den Titicacasee, wenn man sich einen Tag lang komplett beschäftigen will.

Auf dem Titicacasee wurde ich leider sehr enttäuscht. Wie gesagt, wieder schöne Aussichten und schöner Gedanke am höchsten See der Welt zu liegen, aber die Bewohner der „Islas flotantes“(Schwimmende Inseln) haben mir den Ausflug ein wenig verdorben. Zu Beginn wird einem erstmal erklärt, wie die Inseln gebaut werden, wie sie nicht wegschwimmen und dazu dann noch verschiedene traditionelle Boottypen. Danach wird man dann eingeladen, sich die Hütten der Dorfbewohner anzusehen, was jedoch nur ein Vorwand ist, um in den Hütten den Touristen irgendwelche Sachen anzudrehen. Selbst wenn man nach deren Lebensweise fragt, kommen nur sehr knappe Antworten und direkt wollen sie wieder verkaufen. Der größte Witz jedoch ist das Angebot für 10 Soles mit einem „traditionellem Boot“ (Es wird mit einem Motor angetrieben) zu einer zweiten Insel zu fahren, die man sonst nicht besucht. Wenn man dies jedoch ablehnt, kommt man 10min später mit dem normalen Boot rüber zur zweiten Insel. Insgesamt hat mich das also ein wenig enttäuscht.

Am nächsten Morgen ging es dann auf eine 10stündige Zugfahrt von Puno nach Cusco. Der Zug ist den Zügen aus den 20er Jahren nachempfunden, also sehr pompös und luxuriös. Es gab Sessel statt Sitze, hervorragendes Essen, einen Bar Wagen und sogar einen Wagen der nach hinten offen war. Die Fahrt ging quer durch die Anden bis auf ca. 3900m Höhe. Die Aussichten waren den ganzen Weg über herrlich, also konnte man statt Langeweile haben einfach aus dem Fenster gucken. Die Zugfahrt war vor allem aufgrund dessen deutlich kurzweiliger als gedacht. Wir kamen in Cusco mit 2Std Verspätung an, da der Zug eine Kuh angefahren hatte, wodurch eine Frau umgerissen wurde, die eine Platzwunde erlitt. Deswegen mussten wir erst einmal auf die Ankunft der Polizei und des Krankenwagens warten, die erwartungsgemäß langsam war.

Das Hotel in Cusco war eins der schönsten Hotel Zimmer in dem ich je war, mit einem richtig schönen Balkon aus dem 16. Jahrhundert. Den nächsten Tag haben wir erstmal wieder dieselben Sachen angeguckt, wie ich bereits mit Rebekka angeschaut hatte. Nachmittags ging es dann mit einem Guide, der 9 Jahre lang in Deutschland gelebt hatte, auf Tour. Wir haben alle möglichen Inkastätten rundum Cusco und in Cusco selbst besucht. Überall war die Baukunst der Inkas faszinierend. Die Steine wurden so behauen, dass wirklich zu keiner Seite auch nur ein Millimeter Platz war. Besonders interessant waren komplexe Steine, die irgendwie um drei Ecken gingen oder ein Stein, der vielleicht 2cm im quadrat groß war, aber 50cm lang war, um eine Lücke auszufüllen. Zudem waren die Bauten der Inkas immer nach der Natur ausgerichtet und die Baustätten somit nicht wahllos, sondern basierend auf großen Steinen oder Einfallswinkeln der Sonne. Diese Genauigkeit vom Bau wurde nur noch dadurch überschattet, dass, bis die Spanier kamen, die Inkas sehr viel aus Gold herstellten; Massivgoldene Statuen, Opfer aus purem Gold bis hin zu der Mauer einer Kaserne, deren obere Schicht komplett vergoldet war. Wenn ich mich recht entsinne, entsprach diese Vergoldung einem Gewicht von 22t. Für die Inka war Gold kein Statussymbol, sondern eine nähere Verbindung zur Sonne. Die Spanier machten sich dies zu Nutze und versuchten die Inka mit dem gestohlenen Gold und Silber in die Kirche zu locken, da es ja immer noch dieselbe Verbindung darstellte. In der Kathedrale in Cusco ist der Versuch der Verbundenheit besonders offensichtlich, zum Beispiel mit dem letzten Abendmahl, allerdings mit einem Meerschweinchen auf dem Tisch.

Am darauffolgenden Tag ging es dann das komplette Valle Sagrado entlang. Das heilige Tal der Inkas. Der erste Halt war an einem Markt, wo man beobachten konnte, wie traditionell Brot gebacken wurde, traditionell Touristen ausgenommen werden und auch erklärt wurde wie man gefälschte Alpaca-Pullis von echten unterscheidet.
Danach ging es nach La May die „Hauptstadt“ des Cuy al Palo (Meerschweinchen vom Grill). Wir waren ein wenig zu früh da und die Meerschweinchen waren noch nicht durch, also mussten wir uns die Zeit vertreiben. Unser Guide sprach dann mit der alten Dame am Meerschweinchen Stand und fragte, ob wir uns mal anschauen könnten, wo die Cuys gezüchtet werden. Wir gingen dann mit einem alten Mann zu seinem zu Hause und in seinen Schuppen, wo er die Cuys hält. Entgegen den Erwartungen geht es ihnen echt gut. Sie haben eine große Grundfläche, wo sie rumlaufen können und werden mit frischem Gras und Kräutern gefüttert. Hier wurde uns dann auch klar, warum die Cuys Cuys heißen, denn sie quiekten die ganze Zeit und das hörte sich eben an wie „Cuy“.
Das am Morgen noch lebendige Cuy lag dann ein paar Minuten später bei mir und Papa auf dem Teller und schmeckte vorzüglich.

Weiter ging es dann nach Ollantaytambo, wo Mama und Papa eine Nacht verbrachten, bevor es für sie Richtung Machu Picchu ging. Wir schauten uns noch das Schokomuseo an und die Ruinen, die wieder einmal die unglaubliche Baukunst der Inkas hervorhob. Ollantaytambo war die letzte Festung der Inkas, welche die Spanier nie einnahmen. Deswegen ist uns auch heute noch Machu Picchu erhalten geblieben.

Für mich ging es dann wieder zurück nach Cusco. Auf dem Weg wurde mir dann sehr praktisch, in Form eines Strafzettels für den Fahrer, vorgeführt, dass es doch einen TÜV in Peru gibt.
Abends ging ich dann ein sehr leckeres Buffet essen und probierte zusätzlich das typische Chicha Bier (Mais Bier). Das hätte ich mal besser nicht gemacht. Nach einer schlaflosen Nacht  ging es dann für mich zurück nach Lima.

Ein paar Tage später traf ich mich dann wieder mit Mama und Papa in Lima und wir besuchten das Museo de Oro (Goldmuseum in Surco) mit einer riesigen Waffensammlung, Mumien, abgetrennte Schädel und natürlich Gold. Dadurch sahen Mama und Papa auch nochmal Surco, einen der grünsten Stadtteile Limas. Nachmittags ging es für sie dann auch schon zum Flughafen und zurück nach Deutschland. Ich kann sagen, dass Peru einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlassen hat.

 

16.1.16 21:11

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